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Supply Chain Management

5.3. Die dritte Säule: Die Rolle der IT – Enabler und Katalysator

"Die umfassende Durchdringung aller Facetten des Geschäftslebens durch die Informationstechnologie hat nicht nur zu einem Wandel geführt, mit dem neue Handlungsoptionen verbunden sind, sondern auch zu einer wachsenden Nachfrage nach neuen Verfahren, um dem Wandel in den Branchen und auf den Märkten entsprechen zu können" (vgl. Riggs u. Robbins 1997, S. 34).

Um die Auswirkungen des Peitscheneffektes in den Griff zu bekommen, muss der kontinuierliche Informationsfluss (die tägliche Kommunikation) zwischen den Herstellern, Lieferanten und Logistikdienstleistern nachhaltig verbessert werden. Dabei kann die IT eine große Hilfe sein. Die intensive Nutzung der Informationstechnologie kann Unterstützungen in folgenden Bereichen liefern:
  • umfassende Informationsversorgung: Durch die simultane Übermittlung von Bestell- und Nachfragemengen an die jeweils vorgelagerten Stufen können multiple Anpassungen an Nachfrageprognosen vermieden werden. Verfügen alle Partner der Wertschöpfungskette über die gleichen Informationen, können die Lager- bzw. Sicherheitsbestände minimiert werden. Weiterhin können durch den freien Informationsfluss unsichere Prognosen verhindert werden.
  • Kontinuierliche Bestellungen: Dadurch ist es möglich, eine stetige Produktionsauslastung zu erreichen.
  • Verkürzung der Durchlaufzeiten: Je näher sich ein Unternehmen den Just-intime- Prozessen nähert, desto idealer werden die Durchlaufzeiten.
  • Bestände durch Informationen ersetzen: Ziel ist es, die Waren mit Hilfe der IT "am Fließen zu halten" und somit Lagebestände abzubauen. Voraussetzung hierzu ist die Synchonisation von Abverkauf und Belieferung.
Die Rolle der IT wird in der Literatur zum großen Teil als Enabler angesehen. Mit Hilfe der entsprechenden Software wird der schnelle Informationsaustausch und die integrierte Planung über komplexe Supply Chains ermöglicht. Die Hauptaufgaben der angebotenen Software-Systeme sind einerseits die Verbesserung der Prognosen von Kundenbedarfen, andererseits die Optimierung der Kapazitätsplanungen der verschiedenen Ebenen eines Netzwerkes. Meist werden dabei die Daten aus vorhandenen PPS-Systemen genutzt. Diese extrahierten Daten werden im nächsten Schritt mit Hilfe der SCM-Software-Komponenten analysiert und können den Planungs- und Prognoseprozess durch die Simulation verschiedener Szenarien unterstützen.

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