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Supply Chain Management

5.2. Die zweite Säule: Das Re-Design der Kernprozesse

Kundenorientierte Prozesse definieren
"Nicht reengineeren sondern eliminieren", so lautet das Motto bei nichtwertschöpfenden Teilprozessen innerhalb eines Unternehmens (vgl. Kuhn, S. 27). Dabei werden in regelmäßigen Abständen alle Prozesse, Produkte, Dienstleistungen, Kunden und Lieferanten dahingehend überprüft, ob sie zur Kundenzufriedenheit beitragen oder nicht. Ziel ist es, redundante und nicht wertschöpfende Prozesse bzw. Transaktionen zu vermeiden.

Kernprozesse definieren
Ein weiteres wesentliches Element der zweiten Säule ist die ganzheitliche und prozessorientierte Gestaltung der Material-, Informations- und Finanzflüsse über die gesamte Supply Chain hinweg. Ziel ist es, die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse so zu gestalten, dass die Bedarfe eines spezifischen Kundensegments rasch erfasst, diese schnell in Kapazitäts- und Produktionsbedarfe umgesetzt und der Materialfluß zu Kunden hin effektiv gesteuert wird. Wichtig ist, dass eine hohe Änderungsflexibilität ermöglicht wird, um schnell auf Bedarfs-änderungen reagieren zu können.

Abgestimmte Geschäftsprozesse schaffen
"90 Prozent der meisten Geschäftsprozesse bestehen aus nichtwertschöpfenden Prozess-Schritten" (vgl. Kuhn 2002, S. 28). Einer der Hauptgründe hierfür ist, dass viele Unternehmen lediglich interne Prozesse betrachten und hierbei jedes Unternehmen spezifische, betriebsinterne Ziele verfolgt. Der Supply Chain Management- Ansatz geht hier einen anderen Weg. Alle Mitglieder der Supply Chain werden in die Gestaltung der übergreifenden Geschäftsprozesse eingebunden um so ein integriertes Netzwerk zu schaffen. Ziel ist es, ein System zu schaffen, "dass mit den niedrigsten Kosten und geringem Bestand funktioniert, elektronisch so eng wie möglich verbunden ist und den Endverbraucher zufrieden stellt" (vgl. Poirier u. Reiter 1997, S. 89). Es gilt, die alten und oft ineffizienten Prozesse durch neue und effizientere zu ersetzen. Erst nachdem die optimierten Prozesse entworfen wurden, sollten ITSysteme entworfen und implementiert werden.

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