MENU




visitors since 04/04/01



ICQ-#: 223958989





zurückInhaltsverzeichnisweiter

Supply Chain Management

5.1 Die erste Säule: Partnerschaftliches, prozessorientiertes Koordinationsmanagement

Die produzierten Güter und Dienstleistungen möglichst schnell und erlöswirksam auf den Markt zu bringen ist vorrangiges Ziel eines jeden Unternehmens. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen existierende Ressourcen ausgeschöpft werden und zwar unabhängig davon, wo sich diese räumlich befinden und wer sie besitzt. Dies setzt jedoch voraus, dass Partnerschaften und Kooperationen über verschiedene Unternehmen hinweg existieren. In der Literatur ist die vorherrschende Meinung, dass Partner-schaft ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Supply Chain ist.

Das Konzept Partnerschaft
Die gegenwärtige Unternehmenslandschaft ist, so Poirier und Reiter, durch eine "traditionelle Wettbewerbsnatur von Geschäftsbeziehungen" geprägt. Damit Unternehmen dazu motiviert werden, entlang einer Wertschöpfungskette zu arbeiten und miteinander Optimierungen anzustreben, ist es notwendig, Partnerschaften einzugehen. Es muss jedoch vermieden werden, dass einer der Partner eine dominierende Stellung einnimmt und diese Stellung evtl. dazu nutzt, andere Partner ?an die Wand zu drücken?.

Ein gemeinsames Zielsystem entwickeln
Die Definition eines gemeinsamen Zielsystems und die Bestimmung von Verbesserungspotenzialen stehen am Anfang des Weges zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Der nächste Schritt besteht darin, den Partner Einblick in die für die Kooperation wesentlichen Abläufe und Daten des Unternehmens zu gewähren. Um Supply Chain Management erfolgreich einführen zu können, ist es weiterhin erforderlich, ein Kooperationsmanagement einzuführen.

Traditionelle Machtkämpfe aufgeben und Denkgewohnheiten ändern

Die meisten Lieferketten sind durch traditionelle Machtkämpfe gekennzeichnet. So wurden Partnerschaften in der Vergangenheit oft dazu genutzt, dass Hersteller von ihren Lieferanten Zugeständnisse, z.B. im Bereich der Preisgestaltung, abzuringen versuchten. Ziel eines erfolgreichen Supply Chain Managements sollte jedoch sein, dass jeder der Partner die Möglichkeit erhält, vernünftige Erträge zu erwirtschaften. Ohne Vertrauen zwischen den Unternehmen und ohne ein Konzept der Partnerschaft kann Supply Chain Management nicht funktionieren. Kuhn beschreibt in diesem Zusammenhang, dass viele unternehmensübergreifende Partnerschaften ohne umfangreiche Verträge geschaffen werden. Oft wird lediglich eine "kurze und knapp gehaltene Absichtserklärung" verfasst (vgl. Kuhn S. 25).

zurückInhaltsverzeichnisweiter

code, design and graphics copyright 2001-2006 by Alexander Braun - redirection: www.world-of-amiga.com