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Supply Chain Management

4. Aufgaben und Ziele des Supply Chain Managements

"Die vorrangigen Aufgaben eines Supply Chain Managements sind die Versorgung, die Entsorgung und das Recycling integrierter Unternehmensaktivitäten" (vgl. Werner). Dabei müssen unterschiedliche Komponenten beachtet werden:
  • Quantitäten
  • Qualitäten
  • Preise
  • Liefer- und Lagerorte
  • (Liefer-) Termine
Als primäres Ziel von Supply Chain Management sieht Werner hierbei die Erfüllung der oben genannten Aufgaben durch Optimierung der Effektivität und der Effizienz von Unternehmensaktivitäten. Weiterhin müssen die zentralen Wettbewerbsfaktoren Kosten, Zeit, Qualität und Flexibilität innerhalb der Supply Chain angeglichen werden. Die Erfüllung dieser Wettbewerbsfaktoren wird auch als "strategisches Viereck"? bezeichnet:
  • Kosten vs. Sicherheit: Innerhalb der Supply Chain werden die Kosten hauptsächlich über Parameter wie Bestände, Frachtkosten, Investitionen und Abschreibungen ermittelt. Hohe Vorräte bedeuten einerseits eine hohe Versorgungssicherheit innerhalb der Lieferkette, sorgen jedoch andererseits für hohe Kosten (Lager- und Kapitalkosten).
  • Zeit: Die Möglichkeiten eines modernen Supply Chain Managements können zu erheblichen Beschleunigungen der Aktivitäten innerhalb der Lieferkette führen (Time-to-Market). So kann beispielsweise durch Simultaneous Engineering (Bildung eines unternehmensinternen Expertenteams aus unterschiedlichen Funktionsbereichen und Einbeziehung der vorgelagerten Lieferanten in den Entwicklungsprozess) die Produktentwicklung erheblich beschleunigt werden.
  • Qualität: Durch Schaffung einer hohen Qualität der produzierten Güter wird die Kundenzufriedenheit und damit die Wettbewerbssituation der Unternehmen gestärkt. Dieser Erfolgsfaktor wird oft anhand von Kriterien wie Ausschuß oder Nacharbeit gemessen.
  • Flexibilität: Dieser Faktor kennzeichnet die Optimierung der Anpassungsund Wandlungsfähigkeit der gesamten Supply Chain. Moderne IT-Systeme ermöglichen den Partnern innerhalb der Supply Chain Konzepte wie "Advanced Planning and Scheduling" umzusetzen, um sich so von den Wettbewerbern abzusetzen.
Erfolgreiches Supply Chain Management erfordert die Beachtung folgender Prinzipien (vgl. Werner 2002, S. 12):
  • Kompression durch Reduzierung der Anzahl der Knoten und Akteure innerhalb des Netzwerks und durch Minimierung der Entfernungen zwischen den Knoten
  • Kooperation zur Erzielung von Verbundeffekten, zunehmend auch durch globale Kooperationen
  • Virtualisierung, bzw. Aufbau von virtuellen Netzwerken und virtuellen Unternehmen um eine Verschmelzung von Kernkompetenzen herbei zu führen
  • Standardisierung von Modulen, um damit die Möglichkeiten zu verbessern Glieder innerhalb der Supply Chain auszutauschen
  • Integration der Teilnehmer einer Supply Chain. Diese Integration kann in verschiedenen Formen auftauchen, z.B. vertikal oder horizontal
  • Kundenorientierung aller Aktivitäten. Erst nachdem ein konkreter Kundenbedarf ermittelt wurde, werden Aktivitäten eingeleitet (Vermeidung von Langsamdrehern).
  • Optimierung innerhalb der Lieferkette durch mathematisch-analytische Methoden des Operations-Research. Damit verbunden ist der Abbau von Informationsbarrieren zwischen den Partnern.

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