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Supply Chain Management

3.1. Motive: Wechsel vom Push- zum Pull-Markt

Bis Anfang / Mitte der 90er Jahre existierten größtenteils Verkäufermärkte. Der Hersteller eines Produktes hatte "das Sagen". Hersteller drückten ihre produzierten Güter über Zwischenhändler und Verkaufsstellen bis zum Endverbraucher durch (Push- Markt).

In den vergangenen Jahren konnte eine starke Veränderung hin zu Käufermärkten beobachtet werden. Der dominierende Faktor hierbei ist der Kunde, denn dieser bestimmt zunehmend was er will, wie er es will und wann er es will. Die Informationen über das Konsumverhalten der Verbraucher steuern nun den Warenstrom in die Verkaufsregale. Was der Kunde konsumiert, wird nachgeliefert (Pull-Markt).

Diese wesentliche Veränderung kann auch für die Hersteller Vorteile mit sich bringen, da bei konsequenter Anpassung an die neuen Gegebenheiten keine Extrabestände unterhalten werden müssen, können Kosteneinsparungen realisiert werden. Dies setzt allerdings voraus, dass die Unternehmen eine radikale An-passung der Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt haben. In der Realität, so Kuhn, haben viele Unternehmen diesen Schritt noch nicht vollzogen. Diese sind aufgrund ihrer Konzentration auf lange, kostengünstige Produktionsläufe oftmals dazu gezwungen, große Lagerbestände für Überschuss-produktionen, welche am Markt vorbei produziert wurden, zu halten. Die Kosten-vorteile der langen Produktionsläufe werden durch hohe Lagerkosten und Abschreibungskosten für unverkaufte Ware aufgezehrt.

Um auf Dauer am Markt bestehen zu können, werden viele Unternehmen dazu gezwungen sein, die internen Produktionsprozesse, z.B. die starke Verkürzung der Umrüstzeiten, an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.

Eine zentrale Rolle bei diesem Veränderungsprozess spielt die Informationstechnologie. Erst der Einsatz von IT ermöglicht es den Unternehmen, die wachsenden Informationen über das Kaufverhalten zu verwalten und zu analysieren, um die eigene Beschaffungs-, Produktions- und Absatzplanung entlang der gesamten Supply Chain zu optimieren.

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