MENU




visitors since 04/04/01



ICQ-#: 223958989





zurückInhaltsverzeichnisweiter

Supply Chain Management

1. Einführung

Viele Unternehmen werden seit Mitte der 90er Jahre mit immer kürzeren Produktlebenszyklen, permanenten Innovationen und zunehmender Globalisierung konfrontiert. Aufgrund der durch starken Wettbewerb gekennzeichneten Märkte kristallisiert sich heraus, dass Unternehmen neben einer gleichbleibend hohen Qualität der Produkte auch für die prompte Erfüllung der Kundenwünsche Sorge zu tragen haben. Um diesen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, müssen Unternehmen zukünftig neben der Optimierung der betriebsinternen Geschäfts-prozesse auch eine erfolgreichere und effizientere Zusammenarbeit zwischen allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette voran treiben. Durch die verstärkte Konzentration vieler Unternehmen auf deren Kernkompetenzen wurden bereits in der Vergangenheit viele vorgelagerte Produktionsschritte an Zulieferfirmen outgesourced.

Die Endkunden erwarten heute eine Vielfalt von Produkten, angefangen von Design und Farben, bis hin zu maßgeschneiderten Funktionen und Ausstattungsmerkmalen. Unternehmen werden dazu aufgefordert, diese individuellen Kundenwünsche zu erfüllen, ohne dass es dabei zu einer Verlängerung der Lieferzeit kommt.

Diese Tendenzen, sowohl auf der Beschaffungs- als auch der Absatzseite haben zur Folge, dass eine Optimierung der logistischen Prozesse über die Unternehmensgrenzen hinweg bis zu den Zulieferern, in vielen Fällen sogar bis zu den Rohstoffproduzenten, bzw. über den Zwischenhändler bis zum Endkunden erfolgen muss. Man spricht in diesem Zusammenhang nicht mehr von Wettbewerb zwischen Unternehmen, sondern vielmehr vom Wettbewerb zwischen komplexen Wertschöpfungsketten (Supply Chains).

In Zukunft entscheiden nicht nur die Produkte, sondern zunehmend auch die Organisation der Supply Chains über den Markterfolg. Damit gehören Einkauf und Supply Chain Management zu den bedeutendsten gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen in der Unternehmensführung.

Dabei reicht es nicht aus, nur einzelne Elemente der Supply Chain zu verbessern, da hierbei ungewollte Effekte auftreten können. So sind beispielsweise eine höhere Auslastung der Kapazitäten und eine Minimierung des Lagerbestands für sich gesehen Supply Chain Management zwei sinnvolle Ziele. Die ungewollte Folge dieser Maßnahmen kann jedoch ein schlechterer Kundenservice sein, da einzelne Aufträge eventuell nicht mehr rechtzeitig erfüllt werden können. Aufwendig akquirierte Kunden wechseln zu Mitbewerbern - für ein Unternehmen der Weg in den Ruin.

zurückInhaltsverzeichnisweiter

code, design and graphics copyright 2001-2006 by Alexander Braun - redirection: www.world-of-amiga.com